Zugrundreise durch Skandinavien und das Baltikum (Ostsee-Umrundung)
Endlich war es so weit! Wir hatten unsere große Familienreise gestartet: Drei Wochen lang ging es für uns mit dem Zug einmal rund um die Ostsee.
Tag 1: Startschuss und Vorfreude
Dass so eine Reise kein Spaziergang werden würde, wussten wir – aber dass sie uns gleich am ersten Tag so herausfordern würde, hätten wir dann doch nicht gedacht. Mit Schienenersatzverkehr, Umsteigen und ordentlich Sitzfleisch hatten wir einen echten Marathon hinter uns. Ganze 13 Stunden waren wir unterwegs, bis wir endlich in Kopenhagen angekommen waren. Die Erschöpfung war uns ins Gesicht geschrieben, und so gab es am Abend kein großes Restaurant-Dinner, sondern ein gemütliches Sandwich mitten im Hotelbett.
Es war kurz nach 23 Uhr, als die Kinder nach dem Essen noch einmal eine ordentliche Portion Energie entwickelten und der Tag in wildem Lachen endete.

Tag 2: Kopenhagen bei strahlendem Sonnenschein
Am nächsten Morgen gönnten wir uns erst einmal das wohl beste Frühstück seit Monaten – frische Waffeln mit einer riesigen Portion Cremesahne waren genau der richtige Start in den Tag. Erst gegen 11 Uhr brachen wir auf.
Unser Weg führte uns entspannt entlang der Seen und am botanischen Garten vorbei bis zum Schloss Rosenborg. Dort genossen wir eine ausgiebige Pause im Schlosspark, wo die Kinder ihre Kletterkünste in den alten Bäumen unter Beweis stellten.
Auf unserem weiteren Streifzug entdeckten wir die „Nyboder“-Häuser, die uns mit ihrer historischen Architektur sehr an die Fuggerei in Augsburg erinnerten. Danach steuerten wir das Kastellet an. Bei stolzen 28 Grad machten wir uns auf den Fußmarsch zur „Kleinen Meerjungfrau“. Mit einem Eis in der Hand genossen wir die Sonne und stellten dabei unsere Fotos vom Februar nach, als wir während unserer Aida-Reise noch vor Eis-Schollen posiert hatten – ein verrückter Kontrast zum sommerlichen Kopenhagen!
Abkühlung fanden wir kurz darauf bei einer spontanen Wasserschlacht am Gefion-Springbrunnen. Weiter ging es zum Schloss Amalienburg, wobei wir natürlich einen Stopp bei einem Spielplatz einlegen mussten, bevor wir über die Hafenpromenade bis zum berühmten Nyhavn schlenderten.
Nach einem wunderbaren Abendessen mit Thunfisch-Steak und Pizza ließen wir den Tag mit einem Spaziergang durch die Haupteinkaufsstraße zurück zum Hotel ausklingen. Stolze 12 Kilometer hatten wir an diesem Tag in den Beinen.
Kopenhagen hatte uns mit seinem Charme und der Sonne komplett verzaubert.

Tag 3: Auf in den Norden
Nach einem weiteren ausgiebigen und leckeren Frühstück in Kopenhagen hieß es Abschied nehmen. Wir nahmen den Regionalexpress über die ikonische Öresundbrücke nach Malmö. Während des Umsteigens erkundeten wir erst einmal den Bahnhof und gönnten uns zur Feier des Tages einen kühlen Slushy. Es war ein schönes Gefühl, meiner Familie all die Ecken des Bahnhofs in Malmö zu zeigen, die ich selbst vor genau einem Jahr während meiner Fahrradreise entdeckt hatte.
Anschließend stiegen wir in den Schnellzug Richtung Stockholm. Während die malerische Bullerbü-Landschaft an uns vorbeiflog, genossen wir stilecht Kaffee und frisch duftende Kanelbullar. Das war echtes Schweden-Feeling pur!
Nach unserer Ankunft checkten wir in unserem Hostel ein – unser 4er-Zimmer war zwar sehr beengt, aber das trübte unsere Stimmung kein bisschen. Den Abend ließen wir bei einer heißen Portion asiatischer Ramen ausklingen. Es war ein traumhafter, entspannter Tag. Wir fielen glücklich ins Bett, voller Vorfreude darauf, morgen Stockholm endlich richtig zu erkunden.
Mehr Dänemark-Inspo findest du hier:

Tag 4: Stockholm erleben
Nach einem kargen Frühstück in unserem Hostel starteten wir in einen ereignisreichen Tag. Wir besuchten das Stadshuset und ließen uns die Wachablösung mit Parade am Königlichen Schloss nicht entgehen – natürlich durfte dabei ein Softeis nicht fehlen.
Ein besonderes Highlight war das Treffen mit einem lieben Arbeitskollegen und seiner Freundin samt Hund, mit denen wir den ganzen Tag verbrachten. Gemeinsam erkundeten wir die Gamla Stan, besuchten die Domkirche und den Stortorget. Nach einer Stärkung auf dem Streetfoodmarkt schlenderten wir durch die Kungsgatan.
Während die Kinder in einem schönen Teich mitten in der Stadt badeten, genossen wir die entspannte Atmosphäre. Nachdem wir unsere Freunde an der Fähre verabschiedet hatten, gönnten wir uns noch eine Fahrt mit dem Amphibienbus, was für alle ein Riesenspaß war. Zum Abendessen gab es diesmal eine schnelle Auswahl aus dem Supermarkt, die wir ganz gemütlich im Hostel aßen.
Inzwischen waren wir alle, und vor allem die Kinder, total erschöpft, aber glücklich nach diesem erlebnisreichen Tag.

Tag 5: Leinen los in die Schären und Kurs auf Finnland
Der fünfte Tag begann entspannt mit Ausschlafen im Hostel und einem gesunden Vollkornfrühstück, das uns für die anstehenden Wege stärkte.
Nach einem Spaziergang durch die Gamla Stan und einer letzten Spielplatz-Runde hieß es für uns, mit dem gesamten Gepäck Richtung Fähre aufzubrechen. Das Einchecken verlief absolut problemlos und freundlich – dank der hilfsbereiten Mitarbeiterinnen waren wir ruckzuck in unserer Kabine.
Nachdem wir uns häuslich eingerichtet hatten, genossen wir erst einmal kühle Getränke auf dem Sonnendeck. Pünktlich um 16 Uhr legte die Fähre ab und schipperte durch die atemberaubende Landschaft der schwedischen Schären. Es war ein magischer Moment, als wir dabei sogar unseren nächsten Standort für eine kommende „Workaktion“ entdeckten!
Den Tag krönten wir mit einem fantastischen Burger-Dinner an Bord, und um den Abend abzurunden, ließen wir es uns nicht nehmen, beim Fußball im Pub mitzufiebern. Während ich diese Zeilen schrieb, glitten wir auf der Nachtfähre sanft über das Wasser Richtung Helsinki. Ein aufregender neuer Abschnitt unserer Reise lag da noch vor uns!
Mehr Schweden-Inspo findest du hier:

Tag 6: Von den Schären bis zum Rentier-Dinner: Unser Ankommen in Helsinki
Punkt 6:15 Uhr wurden wir durch den automatischen Wecker auf der Fähre geweckt.
Das finnische Frühstück an Bord war fantastisch und der direkte Blick auf die Schären von Finnland beim Essen war unbezahlbar. Wir ließen es uns typisch finnisch schmecken: Wasa-Knäckebrot, herzhaftes Vollkornbrot, Lachs, Avocado und Kaviar standen auf dem Speiseplan.
Nachdem wir unsere Uhren eine Stunde vorgestellt hatten, da Finnland uns eine Stunde voraus war, verließen wir die Fähre und steuerten direkt den nächsten Spielplatz an. Dort verbrachten wir drei herrliche Stunden und genossen unser Mittagspicknick mit finnischen Köstlichkeiten direkt an der frischen Luft.
Wir besuchten die imposante Domkirche und warfen einen Blick in die historische Altstadt, bevor wir in das wohl edelste Hotel unserer bisherigen Reise eincheckten. Am Abend krönten wir den Tag im Zetor Traktorrestaurant, wo wir typisch finnisches Rentier probierten. Anschließend lagen wir in unserem fantastischen Zimmer, genossen die Ruhe und schmiedeten bereits die Pläne für unsere Erkundungstour am nächsten Tag.

Tag 7: Entspannung in Helsinki
Nach dem aufregenden ersten Tag in Finnland hieß es erst einmal: durchatmen.
Der sechste Tag verlief wunderbar unaufgeregt. Wir genossen das Ausschlafen, besuchten entspannt verschiedene Spielplätze und nutzten die Zeit, um unsere Wäsche in einer Laundry zu waschen – ein kleiner Luxus, der bei so einer Reise Gold wert ist. Ein leckeres Eis durfte natürlich auch nicht fehlen, bevor wir innerhalb Helsinkis in ein neues Hotel umzogen.
Tag 8: Volles Programm und eine weihnachtliche Überraschung
Der siebte Tag war das komplette Kontrastprogramm. Nach einem ausgiebigen Frühstück starteten wir zu unserer Sightseeing-Tour.
Unser erster Stopp war das Olympiastadion, vor dem eine riesige Fanzone mit tollen Aktivitäten aufgebaut war. Wir genossen die energiegeladene Stimmung bei Fußballbillard und Kinderschminken. Weiter ging es zum Sibelius-Monument, wo wir ein gemütliches Picknick machten und natürlich einen Spielplatz-Stopp einlegten.
Ein echtes Highlight war die Oodi-Bibliothek – eine Architektur, die uns absolut beeindruckte. Dort trafen wir sogar auf die Fans von Manchester, die lautstark Lieder auf Wayne Rooney anstimmten. Wir waren am Abend so platt, dass wir nur noch schnell unsere Koffer holten und ein traditionelles finnisches Abendessen genossen und zum Bahnhof gingen.
Doch der eigentliche Höhepunkt des Tages kam erst noch: Am Bahnhof überraschte ich meine Familie mit einer Nacht-Fahrt im „Santa Claus Express“. Als ich die Weihnachtsmützen für alle auspackte, waren alle absolut sprachlos – unser Familienabenteuer nahm plötzlich eine märchenhafte Wendung.
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Tag 9: Im Weihnachtsrausch am Polarkreis
Das Aufwachen im Santa Claus Express fühlte sich an wie in einem amerikanischen Weihnachtskitsch-Film. Gegen 7 Uhr morgens kamen wir in Rovaniemi in Finnisch-Lappland an und starteten mit einem Frühstück im Diner. Danach spazierten wir zum Fluss und entdeckten den mit Abstand schönsten Spielplatz unserer gesamten Reise: Ein riesiger „Angry Birds“-Spielplatz, eine Hommage an die finnische Erfindung.
Nach einem Stadtbummel, Mittagessen und einem Museumsbesuch holten wir unsere im Bahnhof eingeschlossenen Koffer ab und ließen uns zum Santa Claus Village chauffieren. Dort bezogen wir unsere eigene Weihnachtshütte – inklusive Sauna! Wir sprangen über den Polarkreis, trafen privat den Weihnachtsmann und schauten bei bester Stimmung das WM-Finale. Als wir um Mitternacht noch einmal vor die Tür traten, um die beeindruckende Mitternachtssonne zu bewundern, war das Glück perfekt. So viele Eindrücke an nur einem Tag!

Tag 10: Ein Abschied mit Herzklopfen
Den zehnten Tag begannen wir ganz entspannt im Santa Claus Dorf. Wir genossen die Zeit beim Souvenir-Shopping, schrieben Weihnachtskarten und gaben unsere Wunschzettel ab. Wir besuchten den Weihnachtsmann noch einmal und fütterten seine Rentiere, bei denen wir anschließend sogar Marshmallows über dem Lagerfeuer rösteten.
Nach einem letzten Eis hieß es Abschied nehmen. Der Santa-Bus brachte uns zurück zum Bahnhof, wo wir wieder in unseren Nachtzug einstiegen. Als wir uns im Zugrestaurant bei Lachssuppe, Fleischbällchen und einem letzten finnischen Bier stärkten, kam plötzlich der Schock: Unsere Souvenir-Tüte war weg! Wir hatten uns so sehr an das Zählen unserer Gepäckstücke gewöhnt, dass wir gar nicht bemerkt hatten, dass ein zusätzliches Teil fehlte. Nach einem panischen Anruf im Santa-Dorf folgte die große Erleichterung: Die Tüte war gefunden worden und man versicherte uns, sie sicher nach Deutschland zu schicken. Was für ein Glück!
Abends lagen wir mit so vielen unglaublichen Eindrücken im Bett unseres Schlafwagens und freuten uns auf den kommenden Morgen – auf Helsinki aber vor Allem Estland und die weiteren Abenteuer, die noch vor uns lagen.

Tag 11: Willkommen in Estland
Am Morgen kamen wir mit dem Santa Claus Express in Helsinki an, wo uns ein windiges und kaltes Wetter empfing. Um uns aufzuwärmen, suchten wir ein schönes Café am Hafen auf und genossen dort unser Frühstück. Anschließend schlenderten wir gemütlich weiter und checkten auf der Fähre ein, die uns nach Tallinn in Estland bringen sollte.
Die Überfahrt war ziemlich schwankend, aber dank des vorher reservierten Buffets und eines großen Legozimmers für die Kinder gingen die zweieinhalb Stunden schnell und gut rum. Mittags kamen wir bei Regen in Tallinn an. Nach einem kleinen ersten Kulturschock – während in Skandinavien alles sehr gepflegt und stylisch wirkte, schien es in Estland eher bunt und auf günstige Angebote ausgerichtet zu sein – bezogen wir unser traumhaftes Design-Appartement. Den restlichen Tag ließen wir ganz gemütlich angehen: Wir spielten Schach, kauften im Supermarkt ein und machten es uns auf der Couch bei Popcorn und einem Film gemütlich.
Tag 12: Mittelalterflair und kulinarische Highlights in Tallinn
Nach ausgiebigem Ausschlafen und einem gemütlichen Frühstück in unserer Ferienwohnung starteten wir in einen ereignisreichen Erkundungstag. Unser Weg führte uns zuerst über den lebendigen Tallinner Food Market und direkt hinein in die bezaubernde Altstadt.
Wir ließen uns treiben und klapperten eine beeindruckende Liste an Sehenswürdigkeiten ab: Den historischen Rathausplatz, die stimmungsvolle Katharinenkirche und die alten Lehmpforte. Sogar einen Stopp im Tattoo-Studio und natürlich die obligatorischen Spielplatz-Pausen legten wir ein. Weiter ging es durch den Tammsaare-Park, vorbei an der Oper, über die Mayer-Treppe hinauf zum Harju-Hügel mit dem großen Tallinn-Schild und weiter zu „Kiek in de Kök“. Wir staunten im Garten des dänischen Königs, bewunderten die prachtvolle Alexander-Newski-Kathedrale und genossen schließlich den Ausblick vom Aussichtspunkt Patkuli samt seiner langen Treppe.
Am Abend wurden wir kulinarisch im wunderbaren Restaurant Rataskaevu 16 bei estnischem fine-dining verwöhnt. Zufrieden und voller neuer Eindrücke kehrten wir in unsere Unterkunft zurück, wo wir uns am Abend wieder mit Popcorn und einem schönen Film auf die Couch kuschelten. Voller Vorfreude machten wir uns bereit für den nächsten Tag, denn da sollte es für uns mit dem Zug weiter nach Riga gehen.

Tag 13: Zugfahrt ins lettische Abenteuer
Den Tag begannen wir mit Ausschlafen in unserem Design-Appartement und einem üppigen Frühstück. Da der Bahnhof nur fünf Minuten entfernt war, liefen wir ganz entspannt dorthin. Dort bekamen wir erst einmal einen kurzen Schreckmoment, als wir uns fragten, ob wir unseren Zug mit dem Interrail-Ticket überhaupt nutzen durften – online stand schließlich, dass er komplett ausgebucht war.
Doch die Sorge war völlig unbegründet: Es gab überhaupt kein Problem, und wir ergatterten einen perfekten 6er-Sitzplatz. Nach vier Stunden Fahrt erreichten wir Valga, wo wir direkt in den finalen Zug nach Riga umstiegen. Auch hier hatten wir wieder unverschämtes Glück und sicherten uns einen tollen 4er-Sitzplatz mit Tisch und Kaffeeservice an Bord. Alle Züge waren absolut pünktlich und boten dazu noch zuverlässiges WLAN.
Apropos Zugfahrt: Auf dem Weg hatten wir noch eine absolut skurrile und herzerwärmende Begegnung, die uns sicher lange in Erinnerung bleiben wird. Plötzlich fanden wir uns in einem wilden Sprachen-Chaos wieder – mitten im Gespräch mit zwei älteren estnischen Damen und einem jungen tschechischen Backpacker. Weil natürlich niemand die Sprache des anderen sprach, lief die Unterhaltung komplett über Hände, Füße und die Google-Translate-Live-Übersetzung, die uns allen abwechselnd die absurdesten Sätze vorlas.
Das absolute Highlight: Der tschechische Backpacker war von den beiden Damen so begeistert, dass er ihnen zum Abschied tschechische Kronen schenkte – und zwar für die Münzensammlung der Seniorinnen! Die Gesichter der estnischen Damen, die zwischen Stolz, Rührung und kompletter Verwirrung schwankten, waren einfach unbezahlbar. Europa in Reinform!
Um 17 Uhr liefen wir schließlich in Riga ein. Und wenn man dachte, es ging stiltechnisch nicht mehr zu toppen, setzte unser nächstes Appartement noch einmal einen drauf. Den Abend verbrachten wir gemütlich dort, kochten frisch und lecker, und zum perfekten Abschluss kuschelten wir uns wieder mit einem Film auf die Couch. Am nächsten Morgen stand die Erkundung der Altstadt von Riga auf unserem Plan.
Tag 14: Riga entdecken trotz Regenguss
Den Tag begannen wir ganz entspannt mit Ausschlafen und einem super Frühstück, wir haben ja schließlich Urlaub. Pünktlich zum Start zogen dicke Wolken auf und ein großer Regenguss prasselte herab – aber auf Reisen lässt man sich davon natürlich nicht die Laune verderben. Also machten wir es uns erst einmal gemütlich und bauten ausgiebig Lego, bis der Himmel wieder aufklarte.
Mit frischer Energie ging es dann endlich los in die lettische Hauptstadt. Unser erster Stopp führte uns direkt auf einen tollen Spielplatz, bevor wir durch den wunderschönen Wöhrmannschen Garten schlenderten. Weiter ging es für uns durch das beeindruckende Jugendstilviertel von Riga, das mit seinen prachtvollen Fassaden absolut sehenswert ist.
Über den malerischen Basteihügel liefen wir zur Freiheitsstatue und machten am großen Riga-Schriftzug natürlich das obligatorische Erinnerungsfoto. Eine süße Erfrischung mit Eis durfte bei unserem Stadtspaziergang natürlich auch nicht fehlen. Wir bestaunten den Rigaer Dom und den belebten Domplatz, vor dem wir sogar Zeuge einer wunderschönen Hochzeit wurden.
Danach ließen wir uns treiben: Wir erkundeten kleine, zuckersüße Viertel mit schmalen Gassen und bunten Fähnchen, die im Wind wehten, bewunderten die historischen „Drei Brüder“-Gebäude und standen staunend vor dem prächtigen Schwarzhäupterhaus am Rathausplatz – wo natürlich auch noch ein Foto am nächsten Riga-Schriftzug her musste. Auch die St. Petri-Kirche durfte auf unserem Rundgang nicht fehlen.
Den perfekten Ausklang für diesen ereignisreichen Tag fanden wir am Abend im bekannten Restaurant Folkklubs ALA pagrabs. In uriger Kelleratmosphäre genossen wir traditionelle lettische Küche, lauschten der gemütlichen Stimmung und ließen den Tag einfach wunderbar ausklingen. Riga hat uns vom ersten Moment an verzaubert!
Am folgenden Tag stand nochmal Riga auf dem Programm und abends ging es weiter nach Vilnius.

Tag 15: Gepäck-Drama, hilfsbereite Engel und tschüss, Riga!
Den Tag starteten wir – wie könnte es bei unserer Ostsee-Reise anders sein – mit Ausschlafen und einem leckeren Frühstück direkt in unserem wunderschönen Zimmer. Nach einem ganz entspannten Auschecken machten wir uns auf den Weg zum Bahnhof, um unsere Koffer im Schließfach zu deponieren. Doch das Schicksal hatte andere Pläne: Genau vor unserer Nase schnappte uns ein anderer Backpacker das allerletzte freie Schließfach weg!
Ein kurzer Blick in die App brachte leider auch keine Rettung – alle alternativen Abgabestellen in der Nähe waren entweder viel zu teuer oder ewig weit weg. Da uns noch fünf volle Stunden bis zur Abfahrt unseres Zuges blieben, standen wir plötzlich mit unserem schweren Gepäck auf der Straße. Doch wie so oft auf Reisen traf uns die sprichwörtliche Rettung in letzter Sekunde: Im Hotel direkt gegenüber des Bahnhofs hatte die Dame an der Rezeption ein Herz für uns. Völlig unkompliziert durften wir unsere Koffer dort für die restliche Zeit unterbringen – und das, obwohl wir gar keine Hotelgäste waren, und sogar komplett gratis!
Von Ballast befreit schlenderten wir anschließend gemütlich durch die Stadt und genossen die strahlende Sonne. Die Kinder bekamen ein wohlverdientes Eis direkt am Schwarzhäupterhaus, und wir gönnten uns ein fantastisches Mittagessen im belgischen Restaurant Belgian Beer Café Bon Vivant. Danach ließen wir uns treiben, spazierten an weiteren Kirchen vorbei, stöberten in kleinen, süßen Läden und sogen das besondere Flair Rigas noch einmal ganz in Ruhe auf.
Ach ja, zu so einem echten Familientag gehört natürlich auch der obligatorische Zwischenfall: Ein kleiner Toiletten-Notfall der Kinder kurz vor den Bremer Stadtmusikanten in Riga brachte uns kurz zum Laufen, gehört aber definitiv zu den Anekdoten, über die man später schmunzeln muss!
Langsam machten wir uns auf den Rückweg, holten dank der lieben Rezeptionistin unsere Koffer heil wieder ab und machten uns auf zum Gleis. Dank unserer im Voraus gebuchten Sitzplätze hatten wir im Zug direkt wieder einen gemütlichen 4er-Platz mit Tisch.
Um 21:30 Uhr sind wir schließlich endlich in Vilnius angekommen. Die Ankunft am Bahnhof war erstaunlich modern und schick – ganz anders als unsere gebuchte Ferienwohnung. Die befand sich nämlich in einem von außen eher heruntergekommenen Gebäude. Zwar war es drinnen im Grunde schick eingerichtet, aber es roch muffig und wirkte, als wäre es schon länger nicht mehr richtig genutzt und geputzt worden. Nach einer kurzen Familienberatung haben wir dann kurzerhand entschieden: Wir bleiben hier nur diese eine Nacht, buchen für den nächsten Tag ein neues Hotel und ziehen innerhalb von Vilnius einfach noch einmal um. Man gönnt sich ja sonst nichts!

Tag 16: Neustart in Vilnius – Von muffigen Nächten, dem Kiez der Künstler und einem fürstlichen Festmahl
Mit dem ausgiebigen Ausschlafen war es an diesem Tag nicht viel. Zumindest ich hatte im Gegensatz zu meiner Familie kaum ein Auge zugetan – in dem muffigen Souterrain hatte ich mich einfach total unwohl gefühlt. So war ich früh auf den Beinen und hatte die Koffer im Handumdrehen wieder gepackt. Um Punkt 9 Uhr saßen wir dann aber schon in einem schicken, angesagten Restaurant und ließen uns von Flat White, Pancakes und frisch gepresstem Saft so richtig verwöhnen. Ein absoluter Traum-Start in diesen sonnigen Tag!
Danach starteten wir einen 14 km langen Stadtspaziergang. Unser erster Weg führte uns zum lebendigen Rathausplatz. Weiter ging es durch die wunderschöne Pilies-Straße. Ein echter Hingucker war der Glockenturm der Johannis-Kirche. Am Kathedralenplatz bestaunten wir das Schloss und die Kathedrale. Nach einem kleinen Aufstieg genossen wir den Gediminas-Turm und die Aussicht über die gesamte Stadt. Im Bernardine Garden machten wir eine erste Spielplatzpause. Dort entdeckten wir auch den tollen Streetfoodmarkt. Danach bestaunten wir die gotische St.-Anna-Kirche.
Užupis war ein absolut fantastisches Highlight für uns. Wir bestaunten die Verfassungsmauer und schlenderten über die Užupis-Brücke zum Engel-Denkmal. Highlight für die Pässe: An der „Border Control“ habe ich uns direkt offizielle Einreisestempel in unsere Reisepässe geben lassen! Ein spiritueller Stopp war das Tor der Morgenröte.
Nach so viel Fußmarsch knurrte uns ordentlich der Magen, und wir kehrten im traditionsreichen Restaurant Lokys ein. Dort wurden wir mit absolut köstlicher, einheimischer Küche verwöhnt: Es gab traditionelle Rote-Bete-Suppe, echtes Biberfleisch und handgemachte Pelmeni. Ein kulinarisches Erlebnis auf ganzer Linie!
Gestärkt machten wir uns auf den Rückweg zu unserem alten Apartment. Wir holten unsere Koffer ab und wechselten nach nur 15 Minuten Fußweg in unser neues, blitzblankes und wunderschönes Hotel. Endlich richtig ankommen, durchatmen und den Abend entspannt ausklingen lassen!

Tag 17: Im pinken Kult-Zug Richtung Warschau
Nach unserem kleinen Hotelwechsel am Vortag konnten wir in unserem neuen, sauberen Hotel erst einmal richtig ausschlafen und den Morgen mit einem leckeren Frühstück ganz entspannt angehen. Lange ausruhen konnten wir uns jedoch nicht, denn draußen zog ein kräftiger Regenguss auf. Perfektes Timing, um uns im Supermarkt noch einmal mit allerhand Leckereien für die bevorstehende Zugfahrt einzudecken, bevor wir uns auf den kurzen Weg zum Bahnhof machten.
Schon am Bahnsteig stieg die Aufregung, denn wir hatten im Vorfeld eine ziemlich kuriose Besonderheit über diesen Zug gelesen: Er sollte zu Ehren eines Festivals komplett in leuchtendem Pink – ganz im Stil der berühmten litauischen Rote-Bete-Suppe (Šaltibarščiai) – gestaltet sein. Und tatsächlich: Als unser Zug einfuhr, trauten wir unseren Augen kaum. Wir hatten tatsächlich einen 4er-Platz in genau diesem pinken Kult-Abteil ergattert!
Die Fahrt war von der ersten Sekunde an alles andere als langweilig, denn wir teilten uns den Bereich mit unglaublich spannenden Mitfahrern. Neben uns saßen zwei Backpacker, die gerade 15 Länder in nur zwei Monaten mit Rucksack und Zug bereisten, sowie eine sehr nette Dame aus Bonn, die Litauen mehrmals im Jahr besucht und sogar die Landeskunde und Sprache verstand. Bei soviel Reiseerfahrung am Tisch entwickelte sich eine absolut anregende Unterhaltung.
An der Grenze zu Polen hieß es dann erst einmal Umsteigen in unseren Intercity. Dort bezogen wir ein entspanntes 6er-Abteil, das wir sogar ganz für uns allein hatten – ideal, um endlich die Füße hochzulegen und unsere im Supermarkt gehamsterten Vorräte auszupacken. Ganz so reibungslos ging es dann aber doch nicht weiter: An der Grenze zu Polen wurden wir von den Grenzsoldatinnen nämlich ziemlich akribisch kontrolliert. Im vereinten Europa ist das ja ein eher ungewohntes Gefühl, das uns aber kurz innehalten ließ.
Nun rollten wir auf den Schienen weiter Richtung Warschau. Durch die Zeitzonenumstellung, die wir beim Überqueren der Grenze direkt mitgenommen hatten, wussten wir erst gar nicht so genau, wann wir eintreffen würden. Doch gegen 19:00 Uhr war es so weit: Wir kamen in der modernen Hauptstadt Polens an, die uns direkt mit ihren überwältigenden Wolkenkratzern empfing.
Schnell bezogen wir unser kleines Appartement, kochten uns ein paar leckere Pierogi und fielen nach diesem langen Reisetag erschöpft, aber dankbar ins Bett.

Tag 18: Wolkenkratzer, historische Gassen und 12 Kilometer Warschau-Zauber
Wie auf dieser Reise eigentlich nicht anders zu erwarten, begannen wir den Tag mit Ausschlafen und einem leckeren Frühstück direkt im Appartement. Ganz so lange wie sonst schliefen wir dieses Mal allerdings nicht: Trotz unserer neuen Schlafmasken hatte es sich die morgendliche Sonne nämlich nicht nehmen lassen, sich unerbittlich durch die ziemlich dünnen Vorhänge zu kämpfen. Aber gut, das war das perfekte Startsignal für einen langen Tag!
Schnell schnürten wir die Schuhe, denn heute stand eine ausgiebige 12-Kilometer-Stadtbesichtigung quer durch die polnische Metropole auf dem Plan.
Der Ogród Saski war unser erster großer Stopp. Im grünen Stadtpark machten wir eine Spielplatzpause. Die Kinder bestaunten am Teich die Enten. Auch der große Brunnen war sehr schön. Direkt im Park besuchten wir das Ehrenmal. Das Grab des unbekannten Soldaten beeindruckte uns sehr. Danach überquerten wir den geschichtsträchtigen Piłsudski-Platz. Die Krakowskie Przedmieście ist eine prächtige Flaniermeile, die uns sofort in ihren Bann zog.
Auf dem Schlossplatz erwartete uns die Sigismundsäule. Das historische Königsschloss bewunderten wir von außen, sowie den Innenhof. Danach erreichten wir den schönen Altstadt-Marktplatz. Dort steht die berühmte Warschauer Meerjungfrau-Statue. Die historische alte Stadtbefestigung durfte nicht fehlen. Wir schlenderten danach durch die charmante Ulica Freta.
An den Weichsel-Boulevards machten wir Pause. Nach so viel Fußmarsch tat das gut. Die Uferpromenade bot einen tollen Blick. Dort gab es sogar eine gemütliche Spielplatzrunde mit Wasserspielmöglichkeiten für die Kinder. Unser Magen knurrte nach all den Kilometern. Deshalb kehrten wir im Restaurant Pasieka ein. Dort ließen wir uns die lokale Küche schmecken.
Nachdem wir uns bei all den Kilometern ordentlich hungrig gelaufen hatten, kehrten wir am Abend im fantastischen Restaurant Pasieka ein und ließen uns die lokale Küche schmecken. Wunderbar gestärkt traten wir den Rückweg an. Unsere Beine brannten am Abend ein bisschen. Warschau hat uns aber absolut positiv überrascht. Die moderne Mischung aus Wolkenkratzern gefiel uns. Auch die restaurierte Geschichte war sehr faszinierend.

Tag 19: U-Bahn-Abenteuer, optische Täuschungen und ein halber Meter Bratwurst
Nachdem die Kids am Morgen mal wieder ausgiebig ausgeschlafen hatten, stand heute ein echtes Highlight für sie auf dem Plan: Endlich ging es ab unter die Erde, wir sind U-Bahn gefahren!
Ausgerüstet mit großer Vorfreude startete unser Tag direkt vor unserer Haustür und führte uns schnurstracks durch das Warschauer Untergrundnetz. Nachdem wir an der Station Ratusz Arsenał aus der Metro gestiegen waren, war unser erster Stopp am imposanten Barbakan Warszawski, wo wir einen kurzen Blick auf die historische Stadtbefestigung warfen, bevor es uns weiterzog. Nur wenige Schritte weiter schlenderten wir gemütlich über den wunderschönen Altstadt-Marktplatz, den Rynek Starego Miasta, bevor es ins Museum Świat Iluzji ging. Im Museum der Illusionen staunten, lachten und zweifelten wir rund 60 Minuten lang an unseren eigenen Sinnen – ein absoluter Spaß für die ganze Familie! Danach brauchten wir dringend eine Stärkung und kehrten zum leckeren Mittagessen ins Gospova Kwiaty Polskie ein. Dort ließen wir uns knusprige Kartoffelpuffer, traditionelle Pierogi und – als echtes Highlight – einen halben Meter Bratwurst schmecken.
Gut gestärkt liefen wir anschließend in Richtung Süden zum Ogród Saski und legten hier unsere erste ausgiebige Spielplatzpause im grünen Park ein. Nach einer kurzen Fahrt mit der Metro erreichten wir den Park Ujazdowski, der perfekt für Spielplatzpause Nummer zwei in dieser wunderschönen Parkanlage war. Direkt im Anschluss passierten wir den Haupteingang des weitläufigen Łazienkowski-Parks, wo der malerische Pałac na Wodzie eine atemberaubende Kulisse bot. Bevor wir uns schließlich auf den Rückweg machten, gab es am idyllischen Teich mit Pfauen und Enten noch die dritte Spielplatzpause, während wir die stolzen Tiere ausgiebig beobachteten. Nach einer schnellen Fahrt mit der Metro zurück zur Station Centrum und dem restlichen Fußweg entschieden wir uns an unserem Apartment am Abend ganz bewusst gegen deftige Hausmannskost. Nach den letzten schweren Schlemmereien brauchten wir eine kleine Pause davon und holten uns stattdessen leckere argentinische Empanadas fürs Abendessen.
Müde, aber mit ganz viel Kopfkino von den Illusionen und vollen Bäuchen fielen wir glücklich ins Bett und freuten uns auf Krakau am nächsten Tag!

Tag 20: Hitzewelle in Krakau – Vom Schock am Schalter, südindischen Genüssen und eiskalten Suiten
Heute ging es für uns etwas früher los: Um 9 Uhr checkten wir aus und machten uns bei bereits knackigen 30 Grad auf den Weg zum Bahnhof. Sich durch den riesigen, wuseligen Bahnhof von Warschau zu manövrieren, war gar nicht so einfach, aber wir haben es geschafft. Der Zug war zum Glück herrlich klimatisiert und brachte uns super pünktlich nach nicht einmal drei Stunden Fahrt direkt nach Krakau.
Der Gang aus dem klimatisierten Waggon auf den Bahnsteig glich dann allerdings einem Hammerschlag: 38 Grad im Schatten! Das hat uns erst einmal komplett erschlagen.
Priorität Nummer eins war jedoch: Sitzplätze für die Rückfahrt nach Hause sichern. Doch am Schalter gab es erst einmal eine kalte Dusche. Unser Wunsch-Traumzug um 9 Uhr war restlos ausgebucht! Es blieben genau zwei Optionen: Entweder bis Dienstag warten – was natürlich völlig ausgeschlossen ist, da uns der Alltag und die Arbeit rufen –, oder in den sauren Apfel beißen und den extrem frühen Zug um 5:00 Uhr morgens buchen. Der Rest der Familie war von dieser Aussicht natürlich mäßig begeistert, aber es half alles nichts: Augen zu und durch, Sitzplätze sind reserviert!
Erleichtert, dass die Rückreise stand, gaben wir unser Gepäck am Bahnhof ab – allerdings zu einem absolut unverschämt hohen Preis. Weil der Hunger aber stärker war als der Frust, suchten wir uns ein Restaurant und landeten zum ersten Mal in unserem Leben bei der südindischen Küche. Bisher kannten wir nur die nordindische Variante, aber was soll ich sagen: Wir waren restlos begeistert! Es war fantastisch, wir haben schon lange nicht mehr so gut gegessen.
Gestärkt holten wir unsere Koffer ab und bezogen unser wunderschönes, herrlich klimatisiertes Suite-Appartement. Das Erste, was wir taten? Eine eiskalte Dusche und erst einmal komplett von der Hitze erholen.
Da saßen wir nun und genossen das süße Nichtstun. Später wagten wir uns nochmal in das klimatisierte Einkaufszentrum für ein paar Spielkarten und kühle Getränke für den Abend. Morgen sollen es noch einmal ein paar Grad mehr werden – wir müssen also stark sein und schauen, wie viel wir von unserem ambitionierten Food-Plan in Krakau bei diesen Temperaturen überhaupt schaffen können!
Tag 21: Glühende Hitze in Krakau – Zwischen gotischen Meisterwerken, Golfcart-Tour und eiskalten Sprinklern
Heute haben wir den Tag ausnahmsweise mal in einem Restaurant begonnen. Da unserer Appartementanlage direkt eines angeschlossen war, konnten wir dort ganz gemütlich in den Tag starten. Lange aufgehalten haben wir uns danach allerdings nicht, denn wir wollten trotz der schon am Morgen drückenden Hitze direkt los in die Altstadt.
Unser Rundweg führte uns zum riesigen Hauptmarkt, dem Rynek Główny, der uns mit seiner lebendigen Atmosphäre und den beeindruckenden Tuchhallen mitten im Herzen der Stadt empfing. Von dort aus besuchten wir die gotische Marienkirche mit ihrem prächtigen Hochaltars. Pünktlich zur vollen Stunde kann man hier dem berühmten Trompetensignal lauschen oder für 15 Zloty Eintritt den Kirchturm besteigen. Danach betrachteten wir den Rathausturm, der als letztes Überbleibsel des alten Rathauses das Bild des Platzes prägt und für 18 Zloty bestiegen werden kann, um einen fantastischen Ausblick über die Stadt zu genießen.
Mitten auf dem Platz spazierten wir am Adam-Mickiewicz-Denkmal vorbei, das als Denkmal für den berühmten polnischen Dichter ein beliebter Treffpunkt ist. Im Anschluss zog es uns zum Wawel und der Kathedrale, wo die historische Königsburg pure Geschichte versprüht, bevor wir den Barbakan und die alte Stadtmauer erkundeten. Um etwas Schatten zu finden, schlenderten wir durch den Planty Park, den grünen Grüngürtel, der sich wie eine Oase um die gesamte Altstadt schmiegt. Nachdem wir uns so viel angeschaut hatten, gönnten wir unseren müden Füßen eine Pause und machten eine rasante Fahrt mit einem Golfcart durch die Straßen der Altstadt.
Eigentlich stand unser heutiger Tag unter dem Motto „Friss dich durch Krakau!“. Doch nach einem Trdelník, einer Portion Eis und traditionellen polnischen Kartoffelpuffern mussten wir uns geschlagen geben. Bei 38 Grad im Schatten waren wir schlichtweg zu gar nichts mehr in der Lage und traten den Heimweg in unser herrlich kühles Appartement an.
Der absolute Rettungsanker in dieser Gluthitze: Überall in Krakau gab es zum Glück öffentliche Trinkwasserstellen und kleine, erfrischende Sprinkleranlagen, die uns zwischendurch immer wieder eine willkommene Abkühlung verschafften.
Am Abend haben wir noch einen kurzen Abstecher in den Biergarten der Studentenbar um die Ecke gemacht und dort bei einem kühlen Getränk Karten gespielt. Nun wird es langsam Zeit sich zur Ruhe zu begeben. Spätestens 4:15 Uhr ist die Nacht vorbei, um unseren Zug nach Hause zu erwischen.
Eure Cathleen
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