Zugrundreise durch Skandinavien und das Baltikum (Ostsee-Umrundung)

Endlich war es so weit! Wir hatten unsere große Familienreise gestartet: Drei Wochen lang ging es für uns mit dem Zug einmal rund um die Ostsee.

Tag 1: Startschuss und Vorfreude

Dass so eine Reise kein Spaziergang werden würde, wussten wir – aber dass sie uns gleich am ersten Tag so herausfordern würde, hätten wir dann doch nicht gedacht. Mit Schienenersatzverkehr, Umsteigen und ordentlich Sitzfleisch hatten wir einen echten Marathon hinter uns. Ganze 13 Stunden waren wir unterwegs, bis wir endlich in Kopenhagen angekommen waren. Die Erschöpfung war uns ins Gesicht geschrieben, und so gab es am Abend kein großes Restaurant-Dinner, sondern ein gemütliches Sandwich mitten im Hotelbett.

Es war kurz nach 23 Uhr, als die Kinder nach dem Essen noch einmal eine ordentliche Portion Energie entwickelten und der Tag in wildem Lachen endete.


Tag 2: Kopenhagen bei strahlendem Sonnenschein


Am nächsten Morgen gönnten wir uns erst einmal das wohl beste Frühstück seit Monaten – frische Waffeln mit einer riesigen Portion Cremesahne waren genau der richtige Start in den Tag. Erst gegen 11 Uhr brachen wir auf.

Unser Weg führte uns entspannt entlang der Seen und am botanischen Garten vorbei bis zum Schloss Rosenborg. Dort genossen wir eine ausgiebige Pause im Schlosspark, wo die Kinder ihre Kletterkünste in den alten Bäumen unter Beweis stellten.

Auf unserem weiteren Streifzug entdeckten wir die „Nyboder“-Häuser, die uns mit ihrer historischen Architektur sehr an die Fuggerei in Augsburg erinnerten. Danach steuerten wir das Kastellet an. Bei stolzen 28 Grad machten wir uns auf den Fußmarsch zur „Kleinen Meerjungfrau“. Mit einem Eis in der Hand genossen wir die Sonne und stellten dabei unsere Fotos vom Februar nach, als wir während unserer Aida-Reise noch vor Eis-Schollen posiert hatten – ein verrückter Kontrast zum sommerlichen Kopenhagen!

Abkühlung fanden wir kurz darauf bei einer spontanen Wasserschlacht am Gefion-Springbrunnen. Weiter ging es zum Schloss Amalienburg, wobei wir natürlich einen Stopp bei einem Spielplatz einlegen mussten, bevor wir über die Hafenpromenade bis zum berühmten Nyhavn schlenderten.

Nach einem wunderbaren Abendessen mit Thunfisch-Steak und Pizza ließen wir den Tag mit einem Spaziergang durch die Haupteinkaufsstraße zurück zum Hotel ausklingen. Stolze 12 Kilometer hatten wir an diesem Tag in den Beinen.

Kopenhagen hatte uns mit seinem Charme und der Sonne komplett verzaubert.


Tag 3: Auf in den Norden


Nach einem weiteren ausgiebigen und leckeren Frühstück in Kopenhagen hieß es Abschied nehmen. Wir nahmen den Regionalexpress über die ikonische Öresundbrücke nach Malmö. Während des Umsteigens erkundeten wir erst einmal den Bahnhof und gönnten uns zur Feier des Tages einen kühlen Slushy. Es war ein schönes Gefühl, meiner Familie all die Ecken des Bahnhofs in Malmö zu zeigen, die ich selbst vor genau einem Jahr während meiner Fahrradreise entdeckt hatte.

Anschließend stiegen wir in den Schnellzug Richtung Stockholm. Während die malerische Bullerbü-Landschaft an uns vorbeiflog, genossen wir stilecht Kaffee und frisch duftende Kanelbullar. Das war echtes Schweden-Feeling pur!

Nach unserer Ankunft checkten wir in unserem Hostel ein – unser 4er-Zimmer war zwar sehr beengt, aber das trübte unsere Stimmung kein bisschen. Den Abend ließen wir bei einer heißen Portion asiatischer Ramen ausklingen. Es war ein traumhafter, entspannter Tag. Wir fielen glücklich ins Bett, voller Vorfreude darauf, morgen Stockholm endlich richtig zu erkunden.

Tag 4: Stockholm erleben

Nach einem kargen Frühstück in unserem Hostel starteten wir in einen ereignisreichen Tag. Wir besuchten das Stadshuset und ließen uns die Wachablösung mit Parade am Königlichen Schloss nicht entgehen – natürlich durfte dabei ein Softeis nicht fehlen.

Ein besonderes Highlight war das Treffen mit einem lieben Arbeitskollegen und seiner Freundin samt Hund, mit denen wir den ganzen Tag verbrachten.Gemeinsam erkundeten wir Gamla Stan, besuchten die Domkirche und den Stortorget. Nach einer Stärkung auf dem Streetfoodmarkt schlenderten wir durch die Kungsgatan.

Während die Kinder in einem schönen Teich mitten in der Stadt badeten, genossen wir die entspannte Atmosphäre. Nachdem wir unsere Freunde an der Fähre verabschiedet hatten, gönnten wir uns noch eine Fahrt mit dem Amphibienbus, was für alle ein Riesenspaß war. Zum Abendessen gab es diesmal eine schnelle Auswahl aus dem Supermarkt, die wir ganz gemütlich im Hostel aßen.

Inzwischen waren wir alle, und vor allem die Kinder, total erschöpft, aber glücklich nach diesem erlebnisreichen Tag.

Tag 5: Leinen los in die Schären und Kurs auf Finnland

Der fünfte Tag begann entspannt mit Ausschlafen im Hostel und einem gesunden Vollkornfrühstück, das uns für die anstehenden Wege stärkte.

Nach einem Spaziergang durch Gamla Stan und einer letzten Spielplatz-Runde hieß es für uns, mit dem gesamten Gepäck Richtung Fähre aufzubrechen. Das Einchecken verlief absolut problemlos und freundlich – dank der hilfsbereiten Mitarbeiterinnen waren wir ruckzuck in unserer Kabine.

Nachdem wir uns häuslich eingerichtet hatten, genossen wir erst einmal kühle Getränke auf dem Sonnendeck. Pünktlich um 16 Uhr legte die Fähre ab und schipperte durch die atemberaubende Landschaft der schwedischen Schären. Es war ein magischer Moment, als wir dabei sogar unseren nächsten Standort für eine kommende „Workaktion“ entdeckten!

Den Tag krönten wir mit einem fantastischen Burger-Dinner an Bord, und um den Abend abzurunden, ließen wir es uns nicht nehmen, beim Fußball im Pub mitzufiebern.

Während ich diese Zeilen schreibe, gleiten wir auf der Nachtfähre sanft über das Wasser Richtung Helsinki. Ein aufregender neuer Abschnitt unserer Reise liegt vor uns!

Von den Schären bis zum Rentier-Dinner: Unser Ankommen in Helsinki

Punkt 6:15 Uhr wurden wir durch den automatischen Wecker auf der Fähre geweckt.

Das finnische Frühstück an Bord war fantastisch und der direkte Blick auf die Schären von Finnland beim Essen war unbezahlbar. Wir ließen es uns typisch finnisch schmecken: Wasa-Knäckebrot, herzhaftes Vollkornbrot, Lachs, Avocado und Kaviar standen auf dem Speiseplan.

Nachdem wir unsere Uhren eine Stunde vorgestellt hatten, da Finnland uns eine Stunde voraus war, verließen wir die Fähre und steuerten direkt den nächsten Spielplatz an. Dort verbrachten wir drei herrliche Stunden und genossen unser Mittagspicknick mit finnischen Köstlichkeiten direkt an der frischen Luft.

Wir besuchten die imposante Domkirche und warfen einen Blick in die historische Altstadt, bevor wir in das wohl edelste Hotel unserer bisherigen Reise eincheckten. Am Abend krönten wir den Tag im Zetor Traktorrestaurant, wo wir typisch finnisches Rentier probierten. Jetzt liegen wir in unserem fantastischen Zimmer, genießen die Ruhe und schmieden bereits die Pläne für unsere Erkundungstour morgen.

Eure Cathleen

Mehr content folgt bald. Hier sind schon mal unsere Stopps für dich:

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