Istanbul Calling: Zwischen Orient-Zauber, Baklava-Rausch und 11 Kilometern Kopfsteinpflaster
Istanbul. Die Stadt, die niemals schläft, die zwei Kontinente küsst und dich innerhalb von Sekunden von totaler Reizüberflutung in tiefe Ehrfurcht versetzen kann. Ich bin gerade mittendrin in meinem 5-Tage-Trip durch diese pulsierende Metropole am Bosporus und – Hand aufs Herz – Istanbul hat mich schon jetzt voll im Griff.
Egal, ob du als Kultur-Junkie, Foodie oder Shopping-Queen anreist: Istanbul ist kein Ort, den man einfach nur „besucht“. Istanbul ist ein Gefühl. Und dieses Gefühl ist laut, süß und manchmal auch ein bisschen teuer… aber dazu gleich mehr.
Ankunft: Von Sabiha Gökçen direkt ins Herz der Altstadt
Mein Abenteuer startete am Flughafen Sabiha Gökçen (SAW) auf der asiatischen Seite. Mein Tipp für dich als Reiseberaterin: Wenn du Zeit hast, nimm den Havabüs oder den öffentlichen Bus in die Altstadt. Man bekommt direkt ein Gefühl für die Dimensionen dieser Stadt.
Eingecheckt habe ich im Hotel Grand Anka*. Es liegt super zentral, aber doch so weit ab vom Schuss, dass man das echte Leben spürt. Von hier aus sind es etwa 45 Minuten Fußweg bis zur Hagia Sophia – der perfekte Verdauungsspaziergang nach dem ersten Highlight: dem Essen!
Kulinarischer Insider: Unser erster Stopp war das Mandi Sebam*. Wenn du authentische, jemenitische Küche in Istanbul probieren willst, bist du hier richtig. Es war der perfekte Start, um die Geschmacksknospen auf „Orient“ zu programmieren. Danach hieß es: Geld wechseln, die ersten türkischen Süßigkeiten (Vorsicht, Suchtgefahr!) einsacken und – Profi-Tipp für Wellness-Fans – Menthol-Kristalle für die nächste Sauna-Session besorgen. Die Qualität hier ist unschlagbar.
Tag 2: Blaue Wunder und ein kleiner „Tee-Schock“
Heute stand das volle Programm Sehenswürdigkeiten in Istanbul auf dem Plan. Mit dem Bus ging es direkt zur beeindruckenden Sultan-Ahmed-Moschee (besser bekannt als die Blaue Moschee). Von innen ist dieses Bauwerk mit seinen zehntausenden blauen Fliesen einfach nur magisch.
Wir haben uns heute auf die europäische Seite konzentriert:
- Topkapi Palast: Ein Muss, um zu verstehen, wie die Sultane einst lebten.
- Hagia Sophia & Hippodrom: Auch von außen absolute Meisterwerke der Geschichte.
- Hafen-Vibe: Ein Spaziergang am Hafen gehört einfach dazu, um die salzige Meeresluft des Bosporus zu schnuppern.
Ehrlich reisen: Wenn der Tee teurer wird als geplant… In den Gassen der Altstadt reiht sich eine süße Boutique an die nächste. Man möchte eigentlich alles kaufen. Nach einem schönen, heißen Cay und etwas Baklava passierte genau das: Ein unglaublich charmanter Händler, eine Einladung zum Tee, ein bisschen Smalltalk über das aktuelle Fußballspiel Leipzig gegen Dortmund… und zack, waren die Tüten voll mit Süßigkeiten und Tee.
Durch einen kleinen Umrechnungsfehler im Kopf (die Lira macht es einem manchmal nicht leicht!) stellten wir erst draußen fest: Ups, das waren gerade 120 Euro für Naschereien und Tee. Ein kurzer Schreckmoment, der uns – kombiniert mit einem massiven Polizeiaufgebot in der Nähe – in Rekordtempo zurück zum Hotel rennen ließ.
Industrie-Charme und Parks zum Durchatmen Am Nachmittag zog es uns trotz des Schreckens wieder raus. Wir spazierten zum Industriehafen, wo Istanbul sein raueres, aber ebenso faszinierendes Gesicht zeigt. Auf dem Weg haben wir ein traditionelles Hamam besichtigt und diverse kleinere Moscheen von außen bewundert, die in den Seitenstraßen oft völlig unterschätzt werden. Zur Entspannung ging es in einen weitläufigen Park direkt am Hafen – die perfekte grüne Oase, um den Trubel der Stadt kurz hinter sich zu lassen.
Zum Abschluss des Tages gab es keine Experimente: Wir sind für das Abendessen wieder in das jemenitische Restaurant vom Vortag eingekehrt. Wenn es so gut schmeckt, darf es auch zweimal hintereinander sein!
Fazit nach 19 Kilometern: Das Wetter war zwar eher grau, aber meine Füße brennen und mein Herz ist voll. Istanbul fordert einen, aber es gibt einem auch so viel zurück.
Was kommt als nächstes? Ich habe erst zwei von fünf Tagen hinter mir. In den nächsten Tagen nehme ich dich mit in die verborgenen Ecken Istanbuls, wir schauen, ob die asiatische Seite genauso verzaubert und ich verrate dir, wo du den besten Cay bekommst, ohne dein gesamtes Urlaubsbudget zu opfern. 😉
Du planst selbst gerade deinen Istanbul-Trip? Melde dich bei mir – ich kenne jetzt die Wege (und die Umrechnungskurse!).
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